
SAR-Wert: Ein trügerischer Laborwert?
Die Strahlungsbelastung durch Mobilfunk, WiFi, Smartmeter, diverse Bluetooth Geräte und mehr, nimmt seit einigen Jahren fast exponentiell zu. Ein wichtiger Parameter ist der SAR-Wert von Smartphones.
Viele Smartphone-Nutzer wünschen sich, mobil zu sein, ohne dabei unnötiger Strahlung ausgesetzt zu werden, und sehen in einem niedrigen SAR-Wert oft ein Zeichen für Strahlungsarmut. Dr.-Ing. Martin H. Virnich weist in seinem Fachartikel „Was ist der SAR-Wert wert? auf den Sinn und Unsinn des SAR-Werts bei Smartphones & Co. hin.
Der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) ist lediglich ein fester theoretischer Laborwert, der unter festgelegten Normbedingungen und bei maximaler Sendeleistung ermittelt wird, um die Geräte quantifizierend miteinander zu vergleichen.
Eine Liste dieser Werte, ermittelt nach Normen wie EN 62209-1 und EN 62209-2, wird unter anderem vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereitgestellt.
- Mayer, Peter F.(Autor)
Im praktischen Einsatz sind die Bedingungen jedoch meist völlig anders, da Smartphones dynamisch leistungsgeregelt sind. Das Gerät sendet nur so stark, wie es die Basisstation anweist, um eine stabile Verbindung aufrechtzuerhalten; verschlechtert sich die Qualität, muss das Smartphone sofort stärker senden, um die Dämpfung auszugleichen. Die tatsächliche Belastung (SAR) schwankt daher ständig und wird von realen Gegebenheiten wie der Entfernung zur Basisstation und der Dämpfung (z. B. durch Gebäude) in höherem Maße beeinflusst als durch die Variationsbreite der festgesetzten SAR-Werte unterschiedlicher Modelle.
Obwohl es grundsätzlich sinnvoll ist, nach einem „strahlungsarmen“ Gerät zu suchen, bietet ein niedriger SAR-Wert in der Praxis nicht immer den erwarteten Schutz, besonders wenn die Basisstation so liegt, dass das Gerät „durch den Kopf“ senden muss. Da der SAR-Wert Geräte mit hoher Maximalleistung prinzipiell benachteiligt, fordern Kritiker realistischere Messgrößen.
Detaillierte Informationen und Vorschläge zu alternativen Berechnungen des SAR-Wertes sind in dem Artikel von Dr.-Ing. Martin H. Virnich angeführt, welcher in der Fachzeitschrift „WOHNUNG + GESUNDHEIT“ des Instituts für Baubiologie + Nachhaltigkeit publiziert wurde.
Der Artikel erschien zuerst auf der Webseite www.bau-biologie.at. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Mehr zum Einfluss hochfrequenter Strahlung auf den Organismus:
-
5G Freqenzen: Und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit Informationen und Studienergebnisse 2. Auflage
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Dipl.-Ing. Armin Rebernig, Ingenieurbüro für tech. Umweltschutz u. Bauphysik, www.bau-biologie.at
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.
Mobilfunk-Strahlung verursacht Gehirnschäden bei den zulässigen Grenzwerten – Studie
Big Pharma verkauft Medikamente – die Mobilfunkindustrie verkauft Strahlung
Sicherheit von 5G Mobilfunk genauso unbewiesen bei bei mRNA-Präparaten
SAR-Wert ist ohnehin das Letzte, worum sich die Leute kümmern – kaum einer weiß überhaupt, was das ist. Wichtig ist tatsächlich die eigene Wahrnehmung, mein Körper etwa fängt innerlich zu vibrieren an, wenn ich länger WLAN-bestrahlt bin. Es ist unerträglich. Glaubt einem aber keiner. Nach jedem, wenn auch noch so kurzen Telefonat mit normalem Handy, rauschen die Ohren stundenlang danach extrem…
Man kommt nicht mehr wirklich zur Ruhe in dieser widerlichen Strahlensuppe, die einen umgibt. Die Süchtigen mit ihren Kasteln (die sehr wohl an ihnen meistens festkleben), ihren Smarthomes und ihren Mährobotern… man möchte den Urschrei loslassen und muss sich zwingen, nicht daran zu denken.
Dass die Sendeleistung des Smarphones geregelt ist, ist bekannt, das war schon bei den ersten Smartphone so (welche damals noch nciht Smartphones hiessen) und dass die Prüfer bzw. Entwickler solcher Messverfahren dumm sind, sollte man auch nicht annehmen.
Ich zumindest ging davon aus, dass der SAR-Wert in einem statischen, labormässig definierten Umfeld die Strahlung misst, welche das Smartphone unter eben diesen fixierten Bedingungen in den Körper einstrahlt – und ich bin sicher, dass dem auch so ist.
Das bedeutet auch, dass die geregelte Sendestärke als solches ignoriert werden kann – jedes Gerät muss etwa gleich viel stärker senden, um eine schwieriger zu erreichende Basisstation zu erreichen.
Objektiv gesehen spielt es dabei auch keine Rolle, wo die Basisstation sich nun befindet, denn das Smartphone hat keine Richtantennen drin, dh. der Strahlungsanteil ist, bezogen auf die Koordinaten des Gerätes, immer gleichviel. Also wenn das Smartphoe vorne 30% und hinten 70% er Sendeleistung rauspufft, dann ist das immer so – und wenn die 30% nicht reichen, umdie Basisstation zu erreichen, muss es eben stärker senden – die %-verteilung bleibt dabei indentisch.
Insofern halte ich Teile des Artikels für nicht besonders fachlich, zumal die Funkwellen durch Mauern wesentlich stärker gedämpft werden als durch den menschlichen Körper.
Was jedoch festgehalten werden kann: je weiter entfernt ein Smartphone vom Kopf und Körper ist, desto besser, je weniger lange Telephonate, desto besser – unbesehen davon, wie schlecht es wirklich ist … nützt Entfernung nichts, so schadet sie jedenfalls nicht.
Im Ruhezustand sendet das Smarphone etwa jede Minute einen Ping (eine Meldung: hier bin ich) zur Basisstation – den Impact dieses Pulses kann man wohl vergessen, zumal wenn man das Smartphone nicht 24/7 am Kopf festgemacht hat.
Ein weiterer Punkt ist die unterschiedliche Strahlungs-Wahrnehmung der Menschen.
Hier sollte man ebenfalls akzeptieren, dass Menschen individuell sind: die, welche es merken, merken was, und die, welche nichts merken, merken eben nichts – und dass sich dieses Wahrnehmungsverhalten durchaus bis in die Zellebene fortsetzen kann.
Man kann doch nicht auf der einen Seite immer propagieren, dass jeder Mensch anders ist und eigentlich eine individuelle, nicht auf Statistik basierende Medizin benötigt – und dann andererseits bei Impacts sich wieder auf statistische General-Messungen und Wirkungen abstützen wollen.
So oder so, das Thema ist – bei richtigem Verhalten der Nutzer, also Abstand zum Smartphone – überbewertet.
Wichtiger wäre da, meines Erachtes, die Strahlungseinwirkungen durch DECT (gibt es ja immer noch), und vor allem WLAN – wer mal bei sich zuhause einen WLAN-Sniffer auf das Smartphone lädt, wird staunen, wieviele andere Access-Points in seine Wohnung einstrahlen – und alle strahlen sie um die Wette, machen einen Tanz um die jeweils gerade beste freieste Frequenz.
Dazu noch Bluetooth in den (meist weissen) Ohrwürmern, ohne welche die meisten Menschen ja anscheinend nicht mehr rumlaufen können …..